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Brasilopuntia brasiliensis

Vor etwa 10 Jahren habe ich einen Minikaktus erworben. Ein Etikett mit der Artbezeichnung war nicht dran. Allem Anschein nach eine kleine Opuntia, etwa 15 cm hoch und mit etwa 3 cm langen Gliedern (Platykladien).
Die ersten  2 Jahre stand die Pflanze in einem Glaszylinder, auch wegen der langen Dornen.
Diesem Glaszylinder ist der Kaktus längst entwachsen. Seitdem ich ihn im Sommer draußen auf der Fensterbank stehen habe, wächst er recht schnell und blüht auch. Die einzelnen Glieder sind zwar deutlich länger als anfangs – 6 bis 10 cm – , aber für eine Opuntie immer noch recht zierlich.
Inzwischen hat sich ein zylindrischer verholzender Stamm gebildet.
Ich habe emsig verglichen, sowohl Beschreibungen als auch Fotos. Demnach müsste es eine Brasilopuntia brasiliensis sein.  Sowohl der zylindrische Stamm, die Bedornung, die Blüten, die Form und Farbe der „Ohren“  als auch die Früchte sind typisch für diese Art.
Leider habe ich beim Fotografieren nicht richtig aufgepasst, so dass der Stamm teilweise durch den stabilisierenden Stab verdeckt ist.

Brasilopuntia brasiliensis

Camera
DMC-FZ100
Focal Length
4.5mm
Aperture
f/4
Exposure
1/125s
ISO
100

Brasilopuntia brasiliensis
Brasilopuntia brasiliensis

Brasilopuntia brasiliensis
Brasilopuntia brasiliensis
Brasilopuntia brasiliensis

Die Früchte überwintern und färben sich erst im folgenden Jahr rotbraun, wie auf dem letzten Foto zu sehen.
Die Pflanze wurde immer warm überwintert, in Ermangelung eines geeigneten Platzes sogar über der Heizung. Das hatte der Kaktus bis zum vergangenen Jahr auch ganz gut toleriert. Im Winter 2015/2016 wurde aber ein starker Schildlausbefall  sichtbar, besonders im unteren Teil. Trotz mehrfacher Behandlung mit Lizetan-Zierpflanzenspray und trotz des Versuches, den Befall mechanisch zu mindern, sind im Sommer ganze Teile abgestorben.
Da der Kaktus inzwischen  zu groß geworden war (in der Natur soll er bis 20 m hoch werden!) und teilweise auch unansehnlich, habe ich den oberen Teil abgeschnitten. Dieser Teil überwintert nun auf dem Schlafzimmerschrank, wo die Temperatur nicht gar so hoch ist, aber kaum unter 15°C sinkt. Ich hoffe, im nächsten Jahr wieder eine ansehnliche Pflanze daraus heranziehen zu können.

Update 2017:
Den abgeschnittene obere Teil habe ich im April in Substrat gesteckt. Er ist sehr gut angewachsen. Jetzt, im August, hat er sogar eine Blüte.

Opuntia – Feigenkaktus

An trockenen Felshängen sieht man beinahe überall neben den einheimischen Pflanzen wie Kanarenwolfsmilch  die aus Südamerika eingeschleppten Agaven und Feigenkakteen.
Es ist meist Opuntia ficus-indica. Dieser Kaktus wurde im 19. Jahrhundert großflächig angebaut und mit  der Cochenilleschildlaus besetzt, um aus diesen Schildläusen Karmesin zu gewinnen. Auf Lanzarote haben wir noch (oder wieder) die Ernte von Cochenilleschildläusen beobachten können. Im Allgemeinen spielt das aber keine Rolle. Aber die Kakteen sind mitsamt ihren Parasiten verwildert  und fest etabliert.

2014-05-02_0022Opuntia ficus-indica

2014-05-02_0032Opuntio ficus-indica

Hier mit Dactylopius coccus (Cochenilleschildlaus)
Hier mit Dactylopius coccus (Cochenilleschildlaus)
Und etwas näher ran.
Und etwas näher ran.

Opuntia fragilis „Freiberg“

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Heute hat sich die erste Blüte von  Opuntia fragilis „Freiberg“ geöffnet. Wie man sieht, blüht diese Sorte violett. Die Pflanzen in diesem Topf haben auch schon mehrere Winter auf dem Balkon überstanden. Regenschutz soll nicht unbedingt nötig sein, aber es ist ja kein Problem, den Topf an eine halbwegs trockene Stelle zu bringen.

Bevor die Sonne auf den Balkon scheint
Bevor die Sonne auf den Balkon scheint
2014-06-06_0010Opuntia fragilis Freiberg
Ein paar Stunden später in voller Sonne
Da kommt noch mehr
Da kommt noch mehr