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Substrate

Seramis
Eine Zeitlang  habe ich sehr viel Seramis verwendet. Das macht sich auch oft recht gut, besonders bei Sukkulenten, die ohnehin Substrate mit wenig Humus bevorzugen. Ich habe aber nur noch wenige Pflanzen in Seramis in unten geschlossenen Töpfen ohne Abflussloch, so wie das eigentlich gedacht ist. Es passiert einfach zu oft, dass so kultivierte Pflanzen zu nass stehen und faulen. Man ist auf den Seramis-Anzeiger angewiesen, und der hält nicht ewig. Irgendwann bleibt er rot trotz hoher Feuchtigkeit in den unteren Schichten. Gerade bei Sukkulenten bemerkt man dann eine Wurzelfäule erst sehr spät. Deshalb nehme ich Seramis nur noch als Zusatz als Strukturverbesserer und sicher auch nur so lange, bis meine Vorräte aufgebraucht sind. Gern verwende ich Seramis als Wasserspeicher in Zimmergewächshäusern und Pilzkulturen.

Mischungen
Als Grundlage verwende ich Cocohum. Ein Grund dafür ist ganz praktischer Art: Man muss nur ein sehr geringes Gewicht in die Wohnung tragen. Der andere Grund ist, dass ich möglichst keinen Torf verwenden will. Ich nehme etwas weniger Wasser, als in der Gebrauchsanweisung angegeben ist. So bekommt eine schon recht gut strukturierte Grundlage. Weil ich noch eine ziemliche Menge Seramis vorrätig habe, nehme ich  (wie schon erwähnt)  dieses vorwiegend zur Auflockerung. Damit wird auch das Wasserspeichervermögen verbessert.
Zufällig habe ich entdeckt, dass Maisstrohpellets sich ebenfalls gut zur Auflockerung und Erhöhung der Wasserspeicherkapazität eignet. Ich hatte einen Sack eigentlich für die Kultivierung von Pilzen gekauft. Dafür erwiesen sich die Pellets aber als überhaupt nicht geeignet. Im feuchten Substrat quellen Maisstrohpellets  unglaublich auf und zerfallen.  Das Substrat wird dadurch lockerer.  Man darf wegen des enormen Quellvermögens  nur recht wenige Pellets zugeben.
Da das Substrat bis dahin nur wenige Nährstoffe hat, verwende ich für die Balkonpflanzen Pellets aus RInderdung mit Hühnerdungzusatz. Man muss darauf achten, dass keine dieser Pellets an der Oberfläche zu liegen kommen, denn das riecht man eine ganze Weile. Sonst ist eine leichte Geruchsbelästigung  nur während des Mischens in den Boden da, die verfliegt aber schnell. Für Zimmerpflanzen würde ich die Rinderdungpellets aber nicht nehmen, da sind organische Dünger mit Guano in Pulverform  besser geeignet.
Dann habe ich noch Kakteenerde, mineralisch ohne organische Bestandteile von Kakteen-Haage. Pur verwendet wird dieses Substrat nach einiger Zeit sehr hart. Ich nehme es nur als Zusatz für Kakteenerde.
Mit diesen Bestandteilen mische ich mir die Substrate. Die Anteile richten sich dabei nach den Ansprüchen der Pflanzen (oder was ich dafür halte).
Wenn die Pflanzen einen mehr alkalischen  Boden bevorzugen, setze ich noch etwas Kalk (CaCO3) zu,  für einen mehr sauren etwas Gips (CaSo4). Exakte Mengenverhältnisse kann ich nicht angeben, ich mache das alles nach Augenmaß oder vielmehr nach Tastgefühl.

Natürlich habe ich auch fertige Mischungen verwendet, wie Kakteenerde von Kakteen-Haage. Diese Mischung kann man sehr empfehlen. Aber es geht sicher auch anders.
Auch einen kleinen Sack Kakteenerde vom Baumarkt hatte ich mal – das Zeug bestand aber zu großen Teilen aus Torf und war für Kakteen völlig ungeeignet.

Reste von Pilzkulturen mische ich auch mit unter, sofern sie ausreichend zersetzt, aber nicht völlig matschig geworden sind.

Rhipsalis pilocarpa

Diesen Rhipsalis  habe ich als Jungpflanze bei Kakteenhaage gekauft.
Nach etwa 5 Jahren blühte der Rhipsalis ab 10. März 2013 das erste Mal, das aber dann sehr reichlich.  Der Kaktus war da etwa ein Meter lang und reich verzweigt. Die Wurzelmasse ist verhältnismäßig klein., wie ich beim Umtopfen bemerkte. Ich habe ihn nach der ersten Blüte in reichhaltigeres Substrat gepflanzt. Seither blüht er fast jedes Jahr. Allerdings ist die Blütezeit sehr unterschiedlich, zwischen März und Juni.

P1070228Rhipsalis

Eine Einzelblüte ist im Juni 2015 erschienen:
RhipsalisJuni15-911-KDa alle Blütenteile einheitlich weiß sind, muss man genau hinsehen, um die filigrane Narbe  zu erkennen.

2017  wurden über 100 Blüten im April gebildet. Hier sind einige Aufnahmen: