Schlagwort-Archive: Sukkulente

Sedum mexicanum ???

Dieses Sedum habe ich vor vielen Jahren als „Sedum Mexico“ gekauft. Möglicherweise ist es Sedum mexicanum. Dafür spricht, dass es in „richtigen“ Wintern völlig zurückfriert, aber aus der den unterirdischen Teilen wieder austreibt. Den letzten, sehr milden Winter hat es unbeschadet überstanden.
Bei der Vielzahl der Sedum-Arten dürfte es auch für den Spezialisten nicht einfach sein,  diese eindeutig zuzuordnen. Man braucht sich nur mal in Wikipedia die Artenliste anzusehen. Dazu kommen noch Zuchtformen. Also mindestens 3 Fragezeichen hinter mexicanum.2014-06-28_0007Sedum mexicanum K

2014-06-28_0006Sedum mexicanum K

Sedum album – Weißer Mauerpfeffer

Sedum album, der Weiße Mauerpfeffer, ist an mageren, trockenen und sonnigen Standorten nicht selten. Er wächst z.B. am Rand von Straßen oder auch auf den Trockenmauern der Weinberge bei Dresden. Ein weiterer gebräuchlicher deutscher Name ist Weiße Fetthenne.
“ Diese Art ist sehr formenreich“ heißt es in der Wikipedia. Das ist wohl wahr. Schon die wenigen Pflanzen von Sedum album, die hier auf dem Balkon wachsen und von verschiedenen Standorten stammen, sehen verschieden aus.

2014-06-10_0007 Sedum album

2014-06-28_0016Sedum album

2014-06-28_0029Sedum album

Auf den folgenden 2 Bilder ist die Zuchtform „Corall“ zu sehen, als „Roter Mauerpfeffer“ bezeichnet.

2014-06-28_0012Sedum album Corall

2014-06-28_0002Sedum album Corall

Jatropha podagrica – Guatemala-Rhabarber, Flaschenpflanze

Warum Jatropha podagrica  Guatemala-Rhabarber genannt wird, erschließt sich mir nicht so recht. Die geografische Herkunft – klar, aber Rhabarber?  Eine Verwechslung mit Rhabarber dürfte zum Glück wohl ausgeschlossen sein, denn die Pflanze soll recht giftig sein.
Jatropha podagrica steht Sommer wie Winter im Ostfenster über der Heizung, sie hat es meist recht warm. Im Winter steht sie ein paar  Wochen ohne Blätter da. Bis auf diese Zeit blüht sie fast durchgehend. Das war die letzte Pflanze, die  im geschlossenen Topf (ohne Wasserabzug) in reinem Seramis  stand – wie hier im Bild zu sehen.  Gegossen habe ich sehr sparsam. Zum Gießen verwende ich meist Aquariumwasser. Damit und -in großen Abständen- Zusatz von Flüssigdünger  hat sie genügend Nährstoffe. Sie gedieh im geschlossenen Topf gut, irgendwelche Mangelerscheinungen habe ich nie gesehen. Ich habe sie trotzdem in einen „richtigen“ Blumentopf umgepflanzt, weil mir das Risiko der Staunässe doch zu groß war.  Als Substrat habe ich ein Gemisch von Bimskies, Lavakies, Seramis und wenig Blumenerde verwendet.

P1090628Jatropha podagrica

P1090627Jatropha podagrica

Hier noch ein paar Blütenfotos von 2016:

20160328-001Blog

20160328-008Blog

20160328-017Blog

20160328-040Blog

Hoodia gordonii

Eine Pflanze von Hoodia gordonii hatte ich vor etlichen Jahren bei Kakteen-Haage gekauft. Nach ca. 1 Jahr hatte ich nicht bemerkt, dass es in dem Übertopf mit Seramis  zu Staunässe gekommen war. Die Pflanze faulte von unten, was erst in fortgeschrittenem Stadium sichtbar wurde. Ich habe die oberen, gesunden Teile abgeschnitten und nach völligem Abtrocknen nach etwa 14 Tagen in magere Kakteenerde gesetzt. Die meisten Stecklinge haben Wurzeln gebildet. Das ist insofern bemerkenswert, als Hoodia gordonii als sehr schwer bewurzelbar gilt. Worauf  diese glückliche Ausnahme zurückzuführen ist, weiß ich nicht. Ich habe weder Bewurzelungspulver noch irgendein Desinfektionsmittel benutzt. Spätere Versuche sind dann auch prompt misslungen.
Die Pflanzen blühen nicht jedes Jahr.  Ich weiß nicht, welche Besonderheit im Jahr 2012 (Foto) und 2015 die Blüte induziert hat.
Für das menschliche Wohlbefinden ist das Ausbleiben der Blüte allerdings besser, denn die Blüte verbreitet  einen zwar nur leichten, aber dennoch unangenehmen Aasgeruch, so dass man sie kaum im Zimmer stehenlassen kann. Glücklicherweise war die Blüte im Juli, so dass ich die Hoodia auf den Balkon stellen konnte.

P1040264Hoodia gordonii

P1040268

Update Oktober 2016
In dem margeren Kakteensubstrat bei mäßiger mineralischen Düngung gedeiht die Hoodia gut. In diesem Jahr habe ich die Pflanze sobald es möglich war auf den Balkon gestellt. Und da ist sie bis Anfang Oktober , als die Nachttemperaturen unter 8°C sanken, geblieben. Die volle Sonne und die Temperaturschwankungen im Freiland sind der Hoodia sehr gut bekommen. Sie ist sehr gut gewachsen und hat von Ende Juni an fast ununterbrochen geblüht. Nach dem Stellen  auf die Fensterbank (Ostfenster) hatte sie den bisher üppigsten Blütenansatz. Fünf Blüten gleichzeitig, dazu noch etliche Knospen.

Hoodia gordonii

Camera
DMC-G6
Focal Length
30mm
Aperture
f/8
Exposure
1/30s
ISO
1600

Hoodia gordonii

Camera
DMC-G6
Focal Length
30mm
Aperture
f/8
Exposure
1/30s
ISO
1600

Hoodia gordonii

Camera
DMC-G6
Focal Length
30mm
Aperture
f/8
Exposure
1/60s
ISO
1000

Während man den Geruch einer oder vielleicht auch zweier Blüten bei häufigem Lüften vielleicht noch tolerieren kann, wird ein Zimmer mit einer Hoodia mit fünf Blüten unbewohnbar. Es riecht, nein stinkt, als würde irgendwo eine Ratte verwesen. Deshalb musste ich leider nach dem Fotografieren die Blüten abschneiden. Aber es kommen schon wieder neue.

August 2017
Die Pflanze ist weiter gewachsen und blüht seit Juni praktisch ununterbrochen. Hier ein aktuelles Foto:

Im nächsten Frühjahr werde ich umtopfen müssen, schon aus Gründen der Stabilität.