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Amorphophallus konjac – Teufelszunge

Im Juli 2014 haben wir zwei Pflanzen als „Titanwurz“ erhalten.
Nach allem, was ich darüber gelesen habe, müsste es sich um Amorphopallus konjac handeln. Eine schöne Übersicht über die Amorphophallus-Arten gibt es beispielsweise hier.
Amorphopallus konjac  ist zwar deutlich kleiner als Amorphophallus titanum, der wirklich die Bezeichnung Titanwurz zukommt, wird aber auch bis zu 2 m groß. Das Blatt der größten Pflanze war 2019 etwa 120 cm hoch und hatte eine „Spannweite“ von über einem Meter.
Die Amorphophallus-Arten bilden fast immer nur ein Blatt aus, das aber durch die gegliederte Blattspreite den Eindruck eines Bäumchens macht.
Ich habe die Pflanzen auf den Balkon gestellt.  Im Spätherbst vergilben die Blätter langsam und sterben ab. Die Knollen bewahre ich im Keller ohne Substrat auf, ab und zu leicht besprüht. Weniger als 15°C sind es im Keller nie.
Wenn die Knospe anfängt zu wachsen (2016 war das im Juni), pflanze ich die Knollen ein. Es dauert ein paar Wochen, bis sich das Blatt voll ausbildet.

Die beiden Pflanzen im Juli 2015:
Die größere von der Seite, auch 2015:
Teufelszunge, Tränenbaum

Die größere Pflanze Ende Juni 2016:
Teufelszunge, Tränenbaum

Der Blattstiel aus der Nähe:Teufelszunge, Tränenbaum

Bald können wir unseren Sonnenschirm verkaufen:
Teufelszunge, Tränenbaum

Anfang März 2019 zeigte sich er erste Blütenstand an der größten Knolle. Diese Knolle hatte da einen Durchmesser von ungefähr 15 cm. Die Blütenbildung begann schon im Keller, ohne Substrat und in völliger Dunkelheit. Ich habe die Knolle gleich in einen großen Topf auf dem Balkon ausgepflanzt. Da die Temperaturen recht niedrig waren, hat sich der Blütenstand nur langsam entwickelt. Mitte April wurde es dann so kalt, dass der Blütenstand erfroren ist. Die Knolle wurde dabei aber nicht geschädigt, so dass sich im Juni wieder ein großes Blatt gebildet hat.
2020 war im Prinzip das gleiche. Nur war draußen noch Frost, nachts um die -5°C. Ich habe die Knolle also ins Zimmer gebracht. So lange der Blütenstand noch nicht voll entfaltet ist, stinkt er nicht. Am 6. März war der Blütenstand dann voll entfaltet und roch unerträglich. Gleichzeitig war die Minimaltemperatur draußen auf +5°C gestiegen. Ich habe die Knolle also ausgepflanzt. Die kleinen Knollen habe ich gleich dazugetan. Der Blütenstand hat sich bis Mitte März gut gehalten, dann kam aber wieder leichter Frost und der Blütenstand war über Nacht völliger Matsch. Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr die Knollen keinen Schaden genommen haben und Blätter treiben.

Der Blütenstand hatte eine Höhe von 104 cm.

Hier eine Nahaufnahme. Oben sind die männlichen, unten die weiblichen Blüten.

Auf  dieser Seite ist ein interessanter Tipp, nämlich, die blühfähigen Knollen im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern, und zwar so lange, bis draußen die Temperaturen so hoch sind, dass die Blüte nicht mehr frostgefährdet ist. Ich habe mir das für Februar nächsten Jahres schon in den Terminkalender geschrieben.

Arum – Aronstab

Was hier im Nebelwald wächst, sieht aus wie unser Arum maculatum. Hier sollte  Arum italicum ssp. canariense wachsen, der aber violette Stengel und violettem unteren Teil des Hochblattes haben müsste. Das ist hier (noch) nicht zu sehen. Eine Pflanze begann gerade zu blühen, aber von violett ist da noch nichts zu sehen. In der Pflanzenliste (aus dem Gomera-Pflanzenbüchlein) schließlich wird Arum maculatum ssp. canariense  als einziger Arum aufgeführt.

2014-05-04_0074Arum maculatum ssp. canariense

2014-04-28_0106Arum maculatum ssp. canariense

2014-05-04_0083Arum maculatum ssp. canarienseLightroom